Archiv für den Monat: März 2013

Das Osterei (August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Hei, juchei! Kommt herbei!
Suchen wir das Osterei! Immerfort, hier und dort
und
an jedem Ort!

Ist es noch so gut versteckt.
Endlich wird es doch
entdeckt.
Hier ein Ei! Dort ein Ei!
Bald sinds zwei und drei.

Wir wünschen frohe Ostern und ein paar erholsame freie Tage.

Anmerkung: Das beigfügte Bild haben wir am Grün-Donnerstag aufgenommen –  irgendwie hat es uns an das derzeitige Osterwetter in Deutschland erinnert 😉

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Severe Weather

Letzten Sonntag folgten wir einer Einladung zu einer Segelregatta und freuten uns auf unseren kleinen Ausflug zum Lake Monroe.

Trotzt ungünstiger Wetterprognosen machten wir uns auf dem Weg. Eric hat die ganze Fahrt mit pauken von englischen Segelkommandos und Vokabeln verbracht Als wir ankamen wurde schnell klar das hier heute keine Regatta stattfinden wird. Das Wetter wurde zusehends schlechter, soll heißen Wind von 7 Bft zunehmend und Aussicht auf Gewitter. Nachdem Frank und Eric über eine Stunde mit dem Hafenmeister und dem Vice Commodore (!) des Segelclubs geklönsnackt hatten (unglaublich, wie ausgiebig sich, bis dahin fremde Leute unterhalten können), machten wir uns wieder auf dem Heimweg.

Und der hatte es dann auch in sich. Aus dem mittlerweile einsetzten Regen wurde in kürzester Zeit eine Unwetterwarnung, welche sich dann noch zur Tornadowarnung steigerte.

Im Dreiminutentakt wurden wir im Radio über die Dauer der Warnung, über die Region des möglichen Touchtown und über die richtige Verhaltensweise informiert. Anfangs waren wir noch über die Aufgeregtheit der Durchsagen amüsiert – zum hören anklicken: Radio Stormwarning  – dann wurde der Himmel schwarz war und auf dem Highway ging wegen Sturm und Regen nichts mehr.

Viele „Einheimische“ haben oft ein Wetter-Radio oder zumindest eine „Severe Weather“ App auf dem Handy, mittels derer sie die Wetterwarnungen empfangen.

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Glücklicherweise blieb es bei einem ausgesprochen heftigen Gewitter und wir waren froh dass die umgestürzten Bäume und herumfliegenden Palmenwedel uns nicht den Weg versperrten und wir wieder gut zu Hause ankamen.

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Und das wir den Wettervorhersagen lieber trauen sollten, wussten wir bereits seit Mittwoch.

Hier waren wir wieder beim Softball. Auf allen Sportgebäuden sind hier riesige Lautsprecher und große Rundumleuchten angebracht. Sobald es eine Gewitterwarnung gibt, gehen die mit einem ohrenbetäubenden Lärm und einer augenkneifenden Helligkeit los. Und wir konnten miterleben wie die Spieler von 5 Feldern und ihre Zuschauer in weniger als 8 Minuten die Schläger, Handschuhe, Bälle, Kühlboxen und Chipstüten in ihren Autos verstaut hatten und sich in die Warteschlange zur Ausfahrt der Sportanlage einreihten. Und das war auch gut so: denn wenn in Florida Gewitter, dann richtig Gewitter.

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Kultur

Die Woche vor den Spring Break Ferien stand an der Timber Creek High School ganz im Zeichen der Kultur und wir sind mit unseren Terminen kaum hinterher gekommen.

Am Montag fand von 07:00pm bis ca. 09:00pm der „Performing Arts Showcase“ statt-  eine klassische Aufführung mit Orchester, Chor, Schauspiel und Tanz. Die Einnahmen unterstützen ein Stipendium, welches einem bei einem Unfall verunglückten Mitschüler gewidmet wurde.

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Am Donnerstag konnten wir beim „Battle of the Band“ Contest den kulturellen Gegenpool erleben. Hier waren E-Gitarren und Schlagzeug angesagt. Teilweise waren es sogar die gleichen Schüler, die am Montag auch auf der Bühne standen – diesmal nicht im Smoking(!) und auch die Haare wurden eher offen getragen.

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IMG_7189Beindruckend für uns war nicht nur das hohe Niveau und die Ernsthaftigkeit der Aufführungen, sondern auch die der Schule zur Verfügung stehende Infrastruktur – das PAC (Performing Arts Center), inclusive Konzertsaal, Backstage-Bereich und technischer Ausstattung muss den Vergleich zu einem städtischen Theater nicht scheuen.

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Die Publikumsbewertung für die Auftritte wurde per SMS durchgeführt.

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zwischen 05:21 PM und 05:36 PM

Bei diesem engen Zeitfenster mussten wir Dienstagnachmittag ziemlich Gas geben um noch rechtzeitig in Cape Canaveral zu sein. Glücklicherweise haben wir es geschafft und waren rechtzeitig dabei als sich eine Atlas 5-Rakete mit einem Geo2-Satelliten auf die lange Reise zu seiner Umlaufbahn aufgemacht hat.

Wie wir bereits von unserem letzten miterlebten Start wussten ist der richtige Standort entscheidend. Also schnell den besten Platz gesichert und in die richtige Richtung geschaut.

Diesmal war es nicht so laut und gewaltig, so dass wir recht schnell die Rakete aus den Augen verloren haben. Dennoch sind wir wieder einmal zutiefst von der Technik beeindruckt.

Hier noch ein paar Bilder von dem was man sehen kann wenn man nicht Angehöriger der Air Force ist und was man direkt am Ort des Geschehens sehen könnte.

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Impressionen

Hallo ihr Lieben,jetzt haben wir so viele Bilder von uns im Netz. Da wird es doch langsam mal Zeit das auch ein Paar Bilder die ihr “ geschossen “ habt und mir täglich schickt (Vielen Dank an alle E-Mail- und Whatsapp-Schreiber) auch noch das Weltweite Netz unsicher machen ;-).

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Übrigens, wir starten jetzt in die Spring Break`s und freuen uns auf eine Woche Ferien. Kleiner Wehrmutstropfen hat das Ganze aber, Frank muss leider arbeiten und am Ostermontag geht die Schule auch schon wieder hier los.

Wetter:             die Sonne scheint bei blauem Himmel mit Werten von 10.7 °C bis zu 19,2 °C

 

Lacrosse

Letzten Freitag traf die Lacrosse Männer-Mannschaft der Timber Creek High School (TCHS) auf heimischen Boden (beware timber creek territory!) auf die Mannschaft der Creekside High School aus St. Augustine, FL.

Es war schon ziemlich beeindruckend zuzusehen wie mit dem Stick geschlagen, wie der Ball erobert und dann einem Mitspieler zugespielt wird.

Leider haben die Wolves (TCHS) verloren.(Erinnert Euch: den Orlando Magics erging es ähnlich als Frank ihrem Spiel zugeschaut hat!)

Aber wir kommen wieder und werden erneut die Daumen drücken: Dann werden die Wolves gewinnen und wir sind dann dank unserer richtigen Bekleidung auch nicht mehr als Neulinge erkennbar.Denn jede Schule hat ihr eigenes Logo und Maskottchen und das wird auch mit Stolz getragen. Und wer kein Spieler oder Schüler ist, der kann einfach im folgenden Shop die richtige Kleidung kaufen:http://www.prepsportswear.com.

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Die TCHS hat nicht nur diesen Sportplatz für Lacrosse (mit zwei Bühnen, Lautsprecheranlage und Imbissständen) sondern noch viel mehr Plätze zum Sport treiben und musizieren. Aber dazu in einem späteren Beitrag mehr.

Nach dem Lacrossespiel haben wir noch einen Burger gebuildet (Hansi das Bild ist nur für Dich!)

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Dank einer Geburtstagseinladung von Linda konnten wir am sonntag dann die erstaunlichen Kochkünste im Japanischen Steakhaus Kobe bewundern und kosten

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Es wird am Platz gekocht.

Es ist ein lobenswerter Brauch: Wer Gutes bekommt, der bedankt sich auch. Wilhelm Busch

Mit diesem Beitrag möchten wir uns von ganzem images bei unserer phantastischen Familie, unseren super lieben Nachbarn, unseren tollen Freunden und geschäftigen Kollegen bedanken.

Ihr Lieben, es ist phantastisch das Ihr alle zusammen auf Purzel, auf Panzer und Turtle, auf die Fische und natürlich auf unser Haus aufpasst.

Wir sagen hiermit Danke für alle Fütter-, Streichel-, Fellpflege-, Wasseraustausch-, Wärme-, Licht-, Schneebeseitigungs-, Blumenpflege-, Postcheck-, Bilderschick- und Informationseinheiten.

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Ohne Eure Hilfe könnten wir dieses tolle Zeit nicht erleben und wissen das sehr zu Schätzen.

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Panzer und Turtle geht es bei Kerstin und Jan sehr gut.

P1000399 Und Purzel genießt die intensiven Streicheleinheiten.

Bald kümmert sich ja auch Piet nachts um Ihn ;-).

72nd Daytona Bike Week

Obwohl wir am Vorabend erst spät nach Hause gekommen sind und uns durch die DST- (Daylight Saving Time – Sommerzeit) auch noch eine Stunde abhanden gekommen war, haben wir uns am Sonntag aufgerafft und sind nach Daytona Beach gefahren – und haben es nicht bereut!!!

Jeder, der irgendwie mal was mit Motorrad fahren zu tun hatte, bekommt hier feuchte Augen.

Auf der Daytona Bike Week kann man über 500.000 Motorräder – fast ausschließlich Harley Davidsons (Detlef !!!) – und ihre Fahrer bestaunen – Martialische, über und über tätowierte Typen, aufgedonnerte und nicht weniger tätowierte Mädels jeden Alters, die sich, ihre Maschinen, die Rennen, die allgegenwärtige Heavy Metal Musik, und überhaupt feiern.

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Aber auch Normalos und Familien sind hier willkommen und müssen sich keineswegs unsicher fühlen.

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Stellt euch den Sound einer HD vor, multipliziert ihn mit der Anzahl der Maschinen auf den Fotos, spielt dabei Motörhead in angemessener Lautstärke – und schon habt Ihr eine ungefähre Vorstellung von der Geräuschkulisse auf der Main Street.

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Gegen Abend sind wir zum Strand gegangen. Hier stellten wir beruhigt fest, dass unser Gehör wohl keine bleibenden Schäden erlitten hat, da wir irgendwann das Rauschen der Wellen wieder wahrnehmen konnten.

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Rodeo

Wenn wir schon mal hier sind, müssen wir uns wenigstens einmal ein waschechtes Rodeo anschauen.

Unsere Wahl fiel auf einen Ort namens Kissimmee, süd-westlich von Orlando.

Bei unserer Ankunft überkamen uns ernste Zweifel, ob die Idee wirklich so gut war. Alles wirkte verlassen und ich bin ziemlich sicher, dass wir bei Dunkelheit hier nicht angehalten hätten – und es begann bereits zu dämmern.

Die Show sollte um 19:00 beginnen – ab 18.30 füllte sich die Arena mit jeder Menge Trucks, Pick up´s und allradgetriebener Autos. Ziemlich schnell standen Alt und Jung, Kind und Kegel beieinander. Es gab Bier, Bohnen und Rinder-Steaks vom Grill (s u p er lecker). Die Stimmung ähnelte der eines Dorffestes – unsere anfänglichen Zweifel wurden jedenfalls mit dem BBQ-Qualm weggetragen.

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Dann begann die Show – der (berittene) Ansager zählte die Bundesstaaten aller teilnehmenden Akteure und Zuschauer auf – was Carl dazu bewegte vorzutreten und laut „Germany“ zu rufen – die Antwort war „Wow Germany – I love Germany…“ – somit war auch die Kamera um meinen Hals legitimiert.

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Nach Nationalhymne und (berittener) Flaggenparade, ging´s dann zu Sache.

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Die Höhepunkte waren Wett-Reiten, Geschicklichkeits-Reiten, Kinder-Reiten, Kunst-Reiten, um Ölfässer herum-Reiten.

Das absolute Highlight war jedoch das Bullen-Reiten – unglaublich, dass sich Menschen überhaupt in die Nähe dieser Biester wagen – vom (wenn auch nur relativ kurzen) darauf reiten ganz zu schweigen.

Wir waren jedenfalls alle mächtig beeindruckt und haben uns dann gegen 22:00 wieder auf den Weg nach Hause gemacht.

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Brush Fire

Diese Woche hatten wir einen Nervenkitzel der ganz besonderen Art. Als ich abends von der Arbeit kam, hatte ich mich schon über den dichten Verkehr in unserer Gegend geärgert.

Natürlich hatte ich sofort irgendeinen besonders vorsichtigen und/oder überforderten Verkehrsteilnehmer vor mir im Verdacht – es war aber die Feuerwehr.

In unmittelbarer Nähe zu unserer Community brannte der Wald.

Als vorbildliche Mitbürger haben wir natürlich Ruhe bewahrt und sind shoppen gegangen.

Als wir zurück kamen, war aus dem einen Feuerwehrauto eine ganze Armada von Polizei-, Rettungs-, TV-Übertragungs- und Löschfahrzeugen geworden – die offensichtlich alle gut zu tun hatten.

Nachdem ausführlich in den Abendnachrichten darüber berichtet wurde, waren dann die Flammen auch bald unter Kontrolle.

Offensichtlich ist jetzt Brush Fire Saison – liegt wohl an der Trockenheit.

Den Rest des Abends hat das ganze Haus jedenfalls irgendwie nach BBQ gerochen und all unsere Sachen mussten in die Wäsche.

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