Archiv für den Monat: Juni 2013

Urlaubsende

Da schliesst sich wieder der Kreis. Wir sind am Anfang- und Endpunkt unserer Reise zur Westküste wieder in Albuquerque angekommen. Kaum zu glauben, aber New Mexico empfing uns hier mit 118 Grad Fahrenheit. Es ist doch tatsächlich hier noch heißer als im Death Valley. Zuvor waren wir aber noch am einsamen Four Corner. Foto41 Britta in Colorado, Eric in New Mexico, Carl in Arizona, Frank in Utah

Das ist der einzige Ort in den USA, wo vier Bundesstaaten aneinander „ecken“. Hier am Vierländereck Foto42 verliessen wir auch das Navajo Nation Reservation durch das wir viele Meilen hindurchgefahren sind. Insgesamt haben wir in 70 Autostunden mehr als 3.162 Meilen abgefahren und sind auch froh, dass uns morgen ein Flugzeug nach Florida bringt. Es war wieder eine schöne Rundreise mit vielen tollen Eindrücken und geduldigen Mitfahrern, aber jetzt haben wir erst mal genug von der wunderschönen Wüste.

YA’AT’EEH

heißt Good Day in Navajo. Wir sind wieder zurück im Navajo-Gebiet. Und heute hatten es uns die dank Hollywood berühmt gewordenen Sandsteinmeisterwerke angetan. Wir sind den Colorado River folgend immer Richtung Osten gefahren. Haben hier am Glen Canyon Damm Foto37den Fluss überquert und sind jetzt hier an der Grenze zwischen Utah und Arizona angekommen.Foto38 Unser Ziel war das unter Stammesverwaltung der Navajo liegende Monument Valley. Besonderen Spaß hatten wir, als wir uns allein mit unserem Auto Foto39auf den 17 Meilen Rundkurs durch das Valley aufmachten. Natürlich hätten wir auch eine der vielen geführten Touren buchen können, aber so war es einfach lustiger als wir uns die unbefestigten Sandstrasse hoch und runter ruckelten. Da wir bereits recht spät ankamen, waren wir fast allein unterwegs und konnten so ganz in Ruhe die Magie dieses Landes geniessen.Foto40

Zion

Hier im Südwesten von Utah liegt ebenfalls (ein) oder (der) eindrucksvollste Canyon de USA. Leider hatten wir nicht die entsprechende Ausrüstung und die ausreichende Zeit den spannenden Narrows bis zu ihrem Ende zu folgen.
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Auf unseren Rückweg sahen wir noch viele weitere tolle Aussichten auf diesen tollen Canyon. Je mehr wir uns umschauten, umso mehr erinnert uns der Canyon an die Sächsische Schweiz, aber viel viel größer. Abschliessend können wir für uns festhalten: Grand Canyon -toll das wir diesen gesehen haben Yosemite – der Norden am schönsten Zion – unbedingt mehr Zeit einplanen Jetzt neigt sich unsere Reise durch den mittleren Westen und zur Westküste ihrem Ende zu und wir geniessen noch die letzten Nächte in richtigen Betten.

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Utah

Heute haben wir Meilen “ geschrubbt“ und haben Nevada verlassen, Arizona kurz wieder gestreift und sind jetzt erstmals in Utah angekommen. So einsam wie auf dieser Fahrt haben wir uns noch nie gefühlt. Wir sind Meile um Meile durch das kaum bewohnte Grosse Becken gefahren. Und haben,ganz wichtig: weiträumig das Atombombentestgelände von Nevada umfahren. Und haben mit 111 Meilen den größten Abstand zwischen zwei Ortschaften “ überstanden“. Und das war bei der unglaublichen Weiten die vor uns lag faszinierend.
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Stellt euch einfach vor, ihr fahrt von Berlin nach Schwerin und habt zwischendurch keine Möglichkeit zum tanken. Unvorstellbar, oder?

erste Eindrücke vom Zion NP

erste Eindrücke vom Zion NP

Jetzt sind wir hier am Südeingang vom Zion NP angekommen und geniessen hier die herrlich entspannte Stimmung. Morgen werden wir den Zion Canyon erkunden und freuen uns schon darauf, endlich mal wieder Meilen um Meilen zu Fuss zu “ schrubben“.

Riesenmammutbäume

Unseren zweiten Tag im YNP nutzten wir u.a. um uns die Giant Sequiosa (Riesenmammutbäume) anzusehen.Foto27

Diese hier sind zwar nicht die Grössten, aber dafür haben sie mit ihren 3000 -4000 Jahren schon so manche Waldbrände gesehen.Foto28

( an diese Stelle brennt es seit mehr als einem Monat)

Am Südeingang kauften wir spezielle Baumsamen. Ich hoffe unsere Nachbarn in Schildow sehen es uns in vielen Jahrhunderten nach, wenn diese dann ihre Höhe von ca. 190 m mit einer Rindenstärke von bis zu 75 cm erreicht haben.

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(El Capitan/ Half Dome/ Bridalveil Fall)

Auf dem Weg in den Norden vom YNP wurde die Landschaft immer alpiner. Wir sahen phantastische Täler und Schnee in den Höhenlagen. Im Winter kann diese Landschaft schon mal unter meterhohem Schnee bedeckt sein.

Foto31Der Nordteil des Parks ist nicht nur schön zum wandern sondern auch ein ausgezeichnetes und bekanntes Klettergebiet.
Dann entliess uns der YNP wieder in die Wüste Nevadas.

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( hier übernachten wir in the middle of nowhere)

mit Bären und Pumas

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Eine eiskalte und aufregende Nacht lag vor uns, also wir uns im Curry Valley hier im Yosemite NP zur Nachtruhe begaben. Sämtliche Lebensmittel und Kosmetikartikel verstauten wir in den speziellen Stahlboxen vorm Zelt.Foto22

Auch das Auto wurde von allen Chipskrümmeln und Kaugummis befreit. Ganz zum Schluß fegten wir noch alle Pizzakrümmel vom Zeltboden auf. Außer das Schnarchen unseres Nachbar hörten wir aber keine besonders beängstigende Geräusche.
Foto23 Aber es war spannend. Im YNP ereignen sich jährlich über 100 Zwischenfälle mit den hier einheimischen Schwarzbären. Und damit wir nachts nicht Besuch von einen neugierigen Meister Petz erhalten, haben wir alle, aber auch wirklich alle Sicherheitshinweise eingehalten. Selbst bei unserer Wanderung zu den Nevada Falls blieben wir eng zusammen.
Foto24 Die Landschaft ist überwältigend und der Park mit seinen jährlich 4 Millionen Besuchern super organisiert. Wie schlafen hier am Fusse des Half Domes – für alle Nichtkletterer: das ist die Eiger Nordwand der USA.
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Das Publikum im Park ist gemischt – Großfamilien, Lebenskünstler, Kletterer und Schneider‘ s.

das große Beben

ist ausgeblieben, aber dafür hat der Wind mächtig geweht. Das war für uns super- wir haben die Oracle bei einem Trainingstörn für den America’s Cup (Start 4. Juli) in der San Francisco Bay gesehen.
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Frank und Eric waren ganz aus dem Häuschen und hätten fast vergessen, dass sie auf der Golden Gate Bridge Foto21

stehen. Den restlichen Tag haben wir dann die Stadt erkundet. Wir sind die Strassen hoch und runter gelaufenFoto20
, sind Gable Car gefahren, haben den Seelöwen am Pier 39 zugewunken und sind die Lombard Street hinab gefahren. Zum Schluß hat sich die beleuchtete Golden Gate Bridge von uns verabschiedet.

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Wir wünschen Euch allen schöne Ferien und einen tollen Sommer.

auf nach Californio

Wir sind zwar nicht nach Californio gesegelt aber dafür sind wir der California State Route 1 gefolgt. Foto14
Immer an der grandiosen Steilküste von Big Sur entlang.Foto16
Wir fuhren durch Küstennebel und konnten an vielen phantastischen Aussichtspunkten unseren Blick über den endlosen Pazifik schweifen lassen. Und diese Kerle

Foto9hier lächelten für uns am Point Lobos State Reserve in die Kamera. Wir können’s kam glaube, wir stehen hier am Pazifik und haben einmal den Kontinent durchquert.
Foto12Und was wir nicht weniger fassen können: vom Death Valley bis zur Küste haben wir innerhalb von 24 Stunden einen Temperaturunterschied von 60 Grad Fahrenheit erfahren.

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Death Valley National Park

Hier am Dante’s View hatten wir einen tollen Aussichtsblick auf den mit 86 Meter unter dem Meeresspiegel gelegenen tiefsten Punkt der westlichen Hemisphäre. Foto6Weiter ging es in das Klimaanlagen und motormordende Tal (Hallo Jan) hinein. Und mit 116 Grad Fahrenheit hatten wir auch einen vergleichsweise milden Frühlingstag erwischt. Als wir dann den heissen Hauch der Wüste spürten, empfanden wir auch die zahlreichen Sicherheitshinweise nicht mehr übertrieben. Kaum vorstellbar, dass die Entdecker hier seinerzeit mehrere Wochen überlebten.Foto7 Das Tal selbst ist wunderschön und bietet mit seinen schroffen Tälern, farbigen Felsen und Sanddünen viele landschaftliche Highlights. Am spektakulärsten war aber der Blick auf den Salzsee und die unglaubliche Stille die über dem Tal lag. Bis die Air Force kam. Diese absolvierte nämlich in einem Seitental in 100 Meter Höhe ihre Tiefflugübungen. Jetzt liegt erst einmal die Wüste hinter uns und der Pazifik vor uns.

Hoover Damm

Ein Paradies für Sportmotorboote und Angeln fanden wir gestern in der Wüste. Zuerst dachten wir, dass muss eine Fata Morgana sein, als uns immer mehr Autos mit Jetskis und Motorbooten überholten. Foto5 Aber tatsächlich, in der Wüste gibt es Slipanlagen, Strände und Hausboote. Und warum? Hier am 1936 fertig gestellten 380 m breiten Hoover Damm wird der Colorado River flussabwärts Richtung Grand Canyon zum Lake Mead aufgestaut. Dieser Stausee ist nicht nur ein Wassersportparadies sondern auch der grösste künstlich geschaffene See der USA. Und bei einer kleinen geführten Tour ins Innere des Damm
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konnten wir ansatzweise erahnen, mit welcher Wucht hier das Wasser durch die Turbinen schiesst. Und wir waren wieder einmal schwer beeindruckt, wie man bei diesen Temperaturen in einer Bauzeit von nur 4 Jahren so ein Bauwerk erschaffen kann. Foto3

Nur so nebenbei: der Beton im innern des Dammes trocknet noch immer.

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